Bisher war das Modell der IRT ein überwiegend neurologisches. Es wurde von einer Störung auf der Ebene der Propriozeption ausgegangen, die nachfolgend im Zusammenspiel mit dem ZNS zu einem veränderten Koordinationsmuster mit den entsprechenden Folgen für die Struktur führt.
Die Power- IRT trägt dem Umstand Rechnung, dass neben den o.g. Mechanismen auch das Fasziensystem als Wahrnehmungsorgan fungiert und als Organ, das als erstes die Folgen eines Traumas zu tragen hat. Daher sollte das Fasziensystem von Anfang an mit behandelt werden um eine nachhaltige Veränderung des Gesamtsystems zu bewirken.
Faszien bilden eine ununterbrochene Netzstruktur durch unseren Körper – definierte Zug und Drucklinien führen zu abgrenzbaren Strukturen z.B. in Form von Knochenstrukturen oder Ligamenten. Flüssigkeiten und deren komplexe Zusammensetzung (Grundsubstanz, Matrix etc. sorgen für den Austausch und die Kommunikation untereinander.
Diesem Umstand trägt die Herangehensweise der Power-IRT Rechnung
Verletzung/Trauma wird stets als Verletzung des ganzen Körpers angesehen und auch so diagnostiziert und behandelt.
Die eingesetzten Sondermeridiane bilden dabei das neuro-emotionale Sicherheitsnetz, das zuverlässig eine Retraumatisierung durch Assoziation mit traumatischen Inhalten verhindert.
B+E Punkte alleine haben sich in diesem Punkt nicht bewährt – da sie nicht mit Fasziensystem in dieser Weise interagieren.
Ausgehend von Anamnese, orientierender Untersuchung werden der oder die autogen nicht fazilitierbaren Muskeln gefunden, die dieses Verletzungsmuster repräsentieren. Hierbei sind auch die Vektoren der einwirkenden Kräfte eine wichtige Information im Sinne des Coup und Contrcoup. Das Muster der Injury Regionen wird dann mit Hilfe dieser Muskeln durch Stimulation der Mechanorezeptoren in üblicher Weise gefunden und über MTL oder Patienten- TL aktiviert. Es werden so lange Injury Regionen identifiziert bis der temporal tap nicht mehr zu einem Reset des Muskels führt. Damit ist das Injury Muster für diese Stufe vollständig dargestellt.
Entfernen einer Aktivierungsregion macht den Indikatormuskel wieder dysreaktiv.
Darüber können alle weiteren Komponenten zur Erfolgreichen Behandlung dieses Injury Musters identifiziert werden
Öffnungspunkte der assoziierten Sondermeridiane, evtl. weitere notwendige Fernpunkte, Temporal tap zeigt hier ebenfalls die Menge der für das aktuelle Muster notwendigen Meridianpunkte an
Nachdem alle Komponenten gefunden wurden wird das aktuelle Muster über einen Therapieschritt bei dem eine Injury Region über die Stimmgabel aktiviert wird und an der anderen Region eine listening Hand im Sinne eines osteopathischen myofaszialen release fühlend im Fasziensystem arbeitet. Parallel klopft der Patient der oder die angezeigten B+E Punkte und führt die hilfreiche Augenbewegung aus.
Der gezeigte Aufbau bewirkt meist eine sofortige Gewebereaktion und oft ein deutliches unwinding.
Selbst osteopathisch unerfahrene Therapeuten können dies nachvollziehen. Die Öffnungspunkte der Sondermeridiane sind eine überschaubare Größe und daher auch von in Akupunktur unerfahrenen KollegInnen leicht erlernbar.
Die nächsten Stufen der Power-IRT sind in üblicher Weise durch Ko-stressoren zu diagnostizieren
Dabei haben die Hirnnerven insbesondere Vagus + Friends die größte Bedeutung
Gefolgt von vielen weiteren möglichen Stressmustern für weitere Stufen
Der Aufbau der notwendigen Komponenten und die Therapie erfolgt in derselben Weise wie zuvor skizziert